Was ist ein digitaler Zwilling?

Das Wort Digitalisierung hat sich in den letzten Jahren als unbestreitbarer Wendepunkt in vielen Industrien etabliert. Eine anhaltende Bewegung, die heutzutage niemand mehr übersehen oder ignorieren kann. Dabei enthält die Digitalisierung viele verschiedene Prozesse und Techniken, einer davon ist der digitale Zwilling.

Der Begriff des digitalen Zwillings ist schon länger im Industriebereich etabliert. Das Konzept hat sich mittlerweile anhand der Entwicklung von neuen Technologien wie das IdD/IoT (Internet der Dinge/ Internet of Things) stark verbreitet, sodass heute sein volles Potenzial in mehreren Märkten entfaltet werden kann.

Mann mit Anzug und Tablet

Aber was genau ist ein digitaler Zwilling?

Man muss sich den digitalen Zwilling als eine Brücke zwischen der realen und digitalen Welt vorstellen. Er ist das virtuelle Abbild von einem physikalischen Objekt (wie z.B. einer Maschine) oder einem Prozess. Von der Entstehung bis zur Entsorgung verfolgt die digitale Kopie jede „Lebensphase“ des realen Objekts.

Der digitale Zwilling kann sich als nützlich erweisen, um die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Leistungen eines Objekts darzustellen – sogar bevor das reale Gegenstück existiert. Er ist weiterhin meistens kostengünstiger und ermöglicht eine bessere Kommunikation zwischen den verschiedenen beteiligten Parteien, sodass er in der Industrie fast unerlässlich geworden ist. Mithilfe eines digitalen Zwillings können Unternehmen auch Papierarbeiten minimieren und häufige Kommunikationsprobleme lösen, was wiederum zu einer kosten- und zeiteffizienteren Planung des realen Objekts führt.

Dadurch, dass er in vielen verschiedenen Phasen eines Projekts eingesetzt werden kann, beschleunigt dies nicht nur die Produktion, sondern auch den Vertrieb und die Entwicklung.

Wohnung aus der Vogelperspektive

Warum ist ein digitaler Zwilling relevant für den Immobilienmarkt?

Der Immobilienmarkt bildet beim Einsatz dieser neuen Technologie keine Ausnahme. Auch wenn der digitale Zwilling einen anderen Namen trägt (BIM: Building Information Model)[rm1] , bleibt das Konzept gleich. Häufig als Säule für Neubauprojekte oder bereits bestehender Gebäude genutzt, zeigt der Zwilling den Lebenszyklus eines Gebäudes. Vom ersten Entwurf bis hin zur Bewirtschaftung des Gebäudes ermöglicht die digitale Version den Interessensgruppen, genauere und nachhaltigere Pläne für ihre Immobilien zu erstellen.

Da das Modell auf einem realen Objekt basiert, spiegelt es sowohl seine Potenziale als auch seine möglichen Fehler wider. Auf diese Weise können Unternehmen Risiken minimieren und ihre Managementpotenziale maximieren.

Wenn verschiedene Parteien auf den digitalen Zwilling zugreifen können, ermöglicht dies eine bessere Kommunikation beispielsweise zwischen verschiedenen Parteien wie Facility Managern oder Bauplanern. Da der digitale Zwilling viele verschiedene Informationen erfasst (Renovierungskosten, Baukosten, Energieniveau usw.), können Eigentümer und Interessenten einen transparenteren Überblick über ihre Gebäude oder Vermögenswerte, noch bevor sie erstellt wurden, erhalten.

Bei Convaron ermöglichen wir einen transparenten Umgang mit Assets auf dem Immobilienmarkt, indem wir den Interessensgruppen einen detaillierten Überblick über ihre Vermögenswerte verschaffen. Durch die Erstellung eines digitalen Zwillings ist es nicht nur möglich, den laufenden Betrieb zu verbessern, sondern auch Planungskosten zu senken. Das datenbankgestützte Asset Management steigert so den Wert der Immobilie und schöpft sein Potenzial voll aus.

 
Autorin: Manon Meger-Guingamp
Erschienen: 31. Mai 2019
Bildrechte: Shutterstock
Original Blogbeitrag: https://www.convaron.com/post/was-ist-ein-digitaler-zwilling

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