Neue Studie: Unsicherheit bei Unternehmen zur Betroffenheit von E-Mail-Spionage

Die Anfang November 2019 veröffentlichte Studie des Digitalverbandes Bitkom mit dem Titel „Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt“ enthält einige ernüchternde Befunde: In einer repräsentativen Umfrage gaben 75% der deutschen Unternehmen an, von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen zu sein. Die Gesamtschäden für die Wirtschaft in Deutschland übersteigen den Angaben zufolge mittlerweile 100 Milliarden Euro pro Jahr. Zum Vergleich: In der letzten Erhebung aus dem Jahr 2017 wurde die Schadenssumme mit knapp 55 Milliarden Euro beziffert.

Datendiebe haben es besonders auf die Kommunikationsdaten der Unternehmen wie E-Mails abgesehen (siehe Abb. 1). Im Zeitalter von Big Data interessieren sich Cyberkriminelle – ebenso wie Geheimdienste – längst nicht mehr bloß für die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse im engeren Sinne. Vielmehr spähen sie systematisch alle Kommunikationsdaten aus, an die sie herankommen können.
Arten von digitaler Kommunikation, die in den letzten zwei Jahren bei Unternehmen besonders häufig gestohlen wurden.

Für die Auftraggeber der Angriffe erweist sich der Wert der riesigen Datenmengen unter Umständen nicht nur einmal. Wenn die entwendeten Daten und Metadaten aus immer wieder neuen Perspektiven betrachtet und mit immer ausgefeilteren Methoden analysiert werden, kann es gut sein, dass sie Muster und Erkenntnisse preisgeben, die zum Zeitpunkt des eigentlichen Datendiebstahls noch gar nicht absehbar waren.

Mit Blick auf die aktuellen Zahlen der Bitkom Studie stellt sich außerdem die Frage, wie tief das Problembewusstsein für die beschriebenen Gefahren und die damit verbundenen Risiken in der Wirtschaft verankert sind. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die Angaben der befragten Unternehmen dazu, ob sie vom Ausspähen ihrer digitalen Kommunikation betroffen sind.
Bitkom-Statistik über Arten von Datendiebstahl

Der aus Abb. 2 ersichtliche Befund verdeutlicht zunächst, dass die Unsicherheit gerade in diesem Punkt sehr groß ist. Fast jede dritte befragte Firma kann keine verbindlichen Angaben dazu machen, ob ihre digitale Kommunikation ausgespäht wird. Lediglich 13% der Unternehmen gaben zu Protokoll, sicher davon betroffen zu sein.

Die Ausspähangriffe von Geheimdiensten und Cyberkriminellen hinterlassen keine Spuren und bleiben unentdeckt. In Anbetracht der nach wie vor gegebenen Gefahr durch systematisch abgefangene E-Mails darf zumindest angezweifelt werden, ob sich die Unternehmen der gesamten Tragweite der Problematik bewusst sind. Denn wenn das der Fall wäre, müssten deutlich mehr Firmen den Verdacht hegen, von einer gezielten Ausspähattacke auf ihre digitale Kommunikation betroffen zu sein.

Speziell im Hinblick auf ausgespähte E-Mails kann sicher festgehalten werden: Jedes Unternehmen kann sich wirksam gegen Datendiebstahl wehren, indem es E-Mails konsequent nach dem Stand der Technik verschlüsselt und die Verschlüsselung und Signatur von geschäftlichen E-Mails auch von Kommunikationspartnern einfordert.

Immer noch schützt die Mehrheit der Unternehmen ihre E-Mail-Kommunikation nicht ausreichend. Dabei liegt es im ureigensten Unternehmensinteresse, sich so gut wie möglich gegen Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage zu wappnen. Vor dem Hintergrund potentiell existenzgefährdenden Folgen kann es sich kein Unternehmen leisten, die Bedrohung durch Cyberkriminelle und ausländische Geheimdienste zu ignorieren. Wer keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergreift, handelt grob fahrlässig.

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Die Präsentation „Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt“ (2019) von Bitkom e.V. finden Sie hier im Original.


Autor: Peggy Hüpenbecker
Veröffentlichungsdatum: 27.11.2019
Bildrechte: Bitkom Studie „Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt“ (2019)
Original-Beitrag: https://www.zertificon.com/blog/2019/neue-studie-unsicherheit-bei-unternehmen-zur-betroffenheit-von-e-mail-spionage/



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