Unter die Lupe genommen: mediare und KI zur Früherkennung in der Medizin

Künstliche Intelligenz ist inzwischen eine beliebte Kollegin in der Medizin. Berlin kann sich mit zahlreichen jungen und etablierten Unternehmen aus dem Bereich KI und Medizin schmücken.

Wissenschaftlerin arbeitet mit Maschine

© National Cancer Institute / Unsplash

Früherkennung ist das A&O in der Medizin, um schwere Krankheiten wie Krebs dadurch rechtzeitig behandeln und besiegen zu können.. Regelmäßige Kontrollen und Check-ups beim Arzt oder der Ärztin sollten deswegen für jede*n fest in das eigene Leben integriert sein. Jedochkönnen Ärzt*innen nicht immer Krankheiten oder Infektionen rechtzeitig erkennen. An dieser Stelle kommt Künstliche Intelligenz ins Spiel. Neueste Techniken und Software unterstützen Mediziner*innen bei der Früherkennung. Eine mehrfache ausgezeichnete und inzwischen viel angewendete Software kommt hierbei vom Berliner Unternehmen mediaire. Die Software mdbrain bietet einen Mehrwert für die Früherkennung, Verlaufskontrolle und Differenzierung von Demenzen als auch für die Charakterisierung von Läsionen bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose und deren Verlaufskontrolle. Bei Radiolog*innen und Neurolog*innen, die mdbrain nutzen, wird die Software vollständig in das lokale PACS-System integriert und ermöglicht damit eine in wenigen Minuten fertige Reporterstellung und gleichzeitig den höchstmöglichen Datenschutz.

Schneller, besser, gesünder mit mdbrain

mdbrain bietet viele Vorteile: Durch die Zeitersparnis mit schnelleren Befunden und automatisierter Auswertung können die Nutzer*innen ihre Wirtschaftlichkeit steigern und insgesamt die Qualität ihrer Befunde verbessern.

Ende Mai stellte mediare die neueste Version von mdbrain vor, die mit Hilfe von neuen Deep Learning-Algorithmen noch schneller möglich ist; in weniger als 5 Minuten. Dank neuester Deep Tech-Technologien können Demenzen in Zukunft früher erkannt werden und damit Menschenleben verbessern und gegebenenfalls sogar verlängern. Möglich ist dies dank der Verbindung von Computertechnik und MRT. Hirnstrukturen werden exakt vermessen, wodurch Erkrankungen früher erkannt werden können. Durch die schnelle Lösung von medaire kann der Befund direkt im Anschluss mit den Patient*innen besprochen werden.

Früherkennung von Brustkrebs

Auch bei der Erkennung von Brustkrebs in einem frühen Stadium kann Künstliche Intelligenz unterstützen und vor allem zu schnelleren Befunden führen. Wissenschaftler*innen aus Budapest stellten 2018 ein Verfahren vor, das bei der Mammographie aus den Röntgenbildern der weiblichen Brust Brustkrebszellen mit etwa 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit erkennt. Auch an der Charité Berlin forschen schon seit längerem verschiedene Arbeitsgruppen und Abteilungen zu dem Einsatz von Maschinellem Lernen bei der Früherkennung von Krebs, unter anderem auch in der Radiologie.

„Quantitative Bildgebung, zu der auch die aktuellen Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz zählen, werden in der Radiologie schon seit vielen Jahren eingesetzt“, erklärte PD Dr. Tobias Penzkofer, Leiter der zuständigen Arbeitsgruppe, auf #ki_berlin. „Die etablierten Techniken basieren dabei meist auf der Analyse des Kontrastmittelverhaltens oder funktionellen quantitativen Parametern, wie zum Beispiel der Diffusionsbildgebung. Diese Techniken werden beispielweise in der Bildgebung für Leber-, Prostata- oder Hirntumordiagnostik eingesetzt.“ Dank Künstlicher Intelligenz können entstandene Bilddaten ganz neu analysiert werden.

Mit Deep Tech zur schnelleren Diagnose

Dank Künstlicher Intelligenz und Firmen wie mediare, die diese entwickeln, aber auch Forschungsgruppen an Krankenhäusern und Universitäten können Krankheiten und Zellveränderungen also schneller erkannt und damit auch behandelt werden. Mit kontinuierlicher Forschung und dadurch auch stetig verbessertem Maschinellem Lernen wird in naher Zukunft sicherlich noch einiges mehr möglich sein. Fakt zu diesem Zeitpunkt ist: Deep Tech kann einiges leisten, wenn es um die Verbesserung und Erweiterung in der medizinischen Früherkennung geht. Und gerade weil die KI-Diagnostik noch in ihren Kinderschuhen steckt, dürfen wir noch auf viele weitere Entwicklungen gespannt sein.

Weitere Informationen zu mediare finden Sie hier: https://mediaire.de/

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