Kreativ gegen Covid-19 mit Hackathons

Es sind herausfordernde Zeiten für uns alle. Mittlerweile ist das öffentliche Leben nahezu weltweit zum Erliegen gekommen und die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beschäftigt uns tagtäglich. Doch welchen Beitrag kann jeder von uns leisten, um die aktuelle Krise zu meistern? Wir informieren uns über die Infektionszahlen, halten uns an die Beschränkungen und zahlreichen Maßnahmen. Dennoch bleibt die Frage: Ist das wirklich schon alles, was man tun kann? Die Antwort ist: Nein! Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, innovative und kreative Ideen zu entwickeln, damit wir diese großen Herausforderungen durch Covid-19 als Gesellschaft meistern können. Denn auf der Suche nach erfolgreichen Strategien zur Bewältigung von Covid-19 gibt es viele Möglichkeiten, ganz gleich ob analog oder digital. Was es dazu braucht sind motivierte Talente, die ihre Ideen in die Tat umsetzen, um so ihren Beitrag zu leisten.

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Erfolgreiche Projekte aus Berlin bei #wirvsvirus

Am 20. März diesen Jahres startete die Bundesregierung daher den 2-tägigen Hackathon #wirvsvirus, der sich mit der Frage „Wie können wir als Gesellschaft die Herausforderungen, die im Zuge der Coronakrise entstehen, mit neuen Lösungen gemeinsam meistern?“ beschäftige. Unter den 42.000 teilnehmenden Freizeithackern stachen 20 Projekte aus Berlin und anderen Städten heraus, die einfallsreich, vielfältig und vor allem hilfreich im Kampf gegen das Virus und der dadurch entstandenen, wirtschaftlichen Krise sind. Apps, Websites oder Telefonservices: Die Lösungsansätze der erfolgreichsten Projekte decken verschiedenste Bereiche ab und denken dabei vor allem an die, die gerade besonders unter der aktuellen Situation leiden, wie Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen oder auch Bewohner*innen von Entwicklungsländern. Ob eine Buchung für ein Coronavirus-Test per App, Förderprogramme für kleine sowie nicht systemrelevante Unternehmen, digitales Gemeindeleben, Nachbarschaftshilfe oder einem besseren Kommunikations- und Informationsfluss innerhalb medizinischer Fachkreise: alle Ideen dienen auf unterschiedlichste Weise der Bewältigung dieser aktuellen Krise. Die prämierten Projekte des Hackathons können sich nun über die finanzielle Unterstützung durch Regierung und Wirtschaft und ein Expertennetzwerk freuen, damit die Ideen möglichst schnell realisiert werden können und das nicht nur in Berlin, sondern deutschlandweit und über Ländergrenzen hinaus. Alle Gewinnerbeiträge gibt es hier.

Ideen einreichen bei „Hack the Virus“

Schon jetzt wurden zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die bereits erheblich dazu beitragen, das Virus einzudämmen, und Ideen gesammelt, wie man künftig dabei unterstützen könnte. Weiterhin bietet die Technologiestiftung Berlin allen kreativen Köpfen die Ideenplattform “Hack the Virus – Berlin Edition“, die den Austausch über bereits existierende Projekte oder denjenigen, die in den Startlöchern stecken, ermöglicht. Darüber hinaus soll diese dabei unterstützen, Teammitglieder zu suchen, Fragen zu stellen oder auch noch offenen Themen zu diskutieren und Probleme zu analysieren. Noch bis zum 31. Mai gibt es die Möglichkeit sich mit dem eigenen Projekt Gehör zu verschaffen und somit Teil eines großen Ganzen zu werden, das sich erfolgreich gegen das Coronavirus zur Wehr setzt. Alle Infos dazu gibt es hier.

Bei all dem Negativen, dass wir gerade von Tag zu Tag erleben, geben uns doch all die einfallsreichen Ideen und Projekte auch vor allem die Möglichkeit zu erkennen, dass wir aufmerksamer, offener und auch selbstloser in dieser Zeit agieren können und sollten, um diese schwierige Situation gemeinsam zu bewältigen.

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