Einsatz von Deep Tech im Wasser-Bereich

Wasser ist das Elixier des Lebens. Aber was haben Wasser und Deep Tech gemeinsam? Mehr als man denkt! Wir sind dem Thema auf den Grund gegangen.

Wasserblasen

Wasser ist nicht nur lebensnotwendig, es birgt auch immer wieder Problematiken, die es zu beheben gilt. Eine davon ist die Qualität von Badewasser, wie es etwa in Flüssen oder in öffentlichen Brunnen, in denen das Baden gestattet ist, zu finden ist. Obwohl sich die Wasserqualität in Berlins öffentlichen Gewässern in den letzten Jahren durchaus verbessert hat, lässt sich die Konzentration von Bakterien nicht immer voraussagen. Diese ist räumlichen und zeitlichen Schwankungen unterlegen und wird zusätzlich von Regenwasser und der Einleitung von Mischwasserüberläufen beeinflusst.

Baden ohne Sorgen

Wie lässt sich also vermeiden, dass die schlechte Qualität zu spät erkannt wird und gegebenenfalls Menschen zu Schaden kommen? Hier kann ein Frühwarnsystem in Form einer Open Source Software helfen. Die Schnittstelle ermöglicht eine Bewertung der Badegewässerqualität in Echtzeit. Basierend auf maschinellem Lernen und statistischer Modellierung sagt die Software die Bakterienkonzentration in bestimmten Wasserabschnitten unter Verwendung eines Satzes lokaler Daten wie Niederschlag, Flussströmung, Temperatur und Wasserqualität voraus.

Abwasser mit technischen Lösungen reinigen

Eine Menge Wasser fließt jedoch auch da, wo wir es nicht immer sehen: unterhalb unserer Stadt, in Kanälen und Abwassersystemen. Und auch dort können Qualitätsprobleme entstehen:

Abwasser enthält eine Vielzahl von Schwebstoffen und organischen Stoffen. Wenn die hydraulischen Bedingungen ihren Transport nicht gewährleisten, können sich Sedimente im Netz ansammeln und die hydraulische Kapazität der Abwasserrohre verringern. Angesammelte Sedimente werden bei starken Regenfällen abgeschwemmt und über kombinierte Abwasserüberläufe und separate Regenwasserabflüsse in Oberflächengewässer abgeleitet. So werden nicht nur Seen und Flüsse verschmutzt, es kann auch zu Überflutungen führen.

Abhilfe kann auch hier Deep Tech schaffen – mit einem intelligenten Kanalreinigungssystem mit HD-Kamera und drahtloser Kommunikation. Die Lösung nennt sich Xpection und ist eine intelligente Kombination aus einer HD-Kamera, einer Kanalreinigungsdüse und drahtloser Kommunikation. Die Lösung verbessert die Interoperabilität zwischen Reinigungs- und Inspektionsteams und die Leistung der Kanalreinigungsprozesse, indem sie im Vergleich zu herkömmlichen Reinigungsprozessen Zeit, Kraftstoff und Wasser spart. Xpection wird derzeit in Berlin und Sofia getestet.

Zahlreiche Anwendungsfelder im Wasser-Bereich

Neben der Reinigung von Bade- und Abwasser findet Deep Tech noch in vielen weiteren Wasser-Bereichen Einsatz. So lassen sich illegale Kanalisationsanschlüsse mit Hilfe eines DTS Sensors („Distributed Temperature Sensing“) aufspüren, Grundwasser kann anhand von Augmented Reality visualisiert werden, oder die Entscheidungen bezüglich der Wiederverwendung von Wasser können mit der Plattform WebGIS leichter getroffen werden.

Informationen zu diesen und weiteren Einsätzen von Deep Tech im Wasserbereich finden Sie bei Digital Water.City.

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